Nicht jede Störung ist gleich dringend. Eine klare Priorisierungsmatrix – basierend auf Auswirkung (Impact) und Dringlichkeit (Urgency) – sorgt dafür, dass die richtigen Tickets zuerst bearbeitet werden.
Wir nutzen Priorisierungsmatrizen für verschiedene Organisationstypen: von einfachen 3-stufigen Modellen für kleinere 1st, 2nd, 3rd-Teams bis hin zu differenzierten 5-stufigen Modellen mit spezialisierten Teams für komplexe Enterprise-Umgebungen. Entscheidend ist dabei immer: Die Matrix muss im Alltag handhabbar sein.
3-stufiges Priorisierungsmodell
- Hohe Priorität: Kritische Störung, viele Nutzer betroffen – Komplettausfall eines Systems
- Mittlere Priorität: Eingeschränkte Funktion, Workaround möglich – Ein Modul funktioniert nicht
- Niedrige Priorität: Kosmetisches Problem, kein Arbeitsausfall – Falsche Anzeige, kleiner Fehler
5-stufiges Priorisierungsmodell
Differenzierter – typisch für Enterprise-Umgebungen mit SLA-Verpflichtungen:
- Priorität 1: Kritisch – Komplettausfall, geschäftskritisch, viele Nutzer
- Priorität 2: Hoch – Schwere Beeinträchtigung, kein Workaround
- Priorität 3: Mittel – Beeinträchtigung mit Workaround
- Priorität 4: Niedrig – Geringer Einfluss, Arbeit möglich
- Priorität 5: Minimal – Kosmetisch, keine Auswirkung auf Betrieb
Warum der Unterschied?
Das 5-stufige Modell macht vor allem dann Sinn, wenn:
- Differenzierte SLA-Zeiten pro Priorität gelten
- Verschiedene Kundenklassen, z. B. VIP-Kunden vs. Standard, unterschiedliche Reaktionszeiten bekommen
- Automatisierte Eskalationsregeln feingranular konfiguriert werden müssen
Für kleinere Teams ist das 5-stufige Modell oft Overkill – da führt es eher zu Verwirrung als zu Klarheit.